Mineralbrunnen

NATÜRLICHES MINERALWASSER

Der Siebers Mineralbrunnen

Das alte Brunnenhaus als
Museum in Siebers Bad


Wie ein kleiner Tempel steht das alte Brunnenhaus der Johanna- und Siebersquelle im malerischen Rothachtal bei Siebers. Am 07. Oktober 2006 kam der Rundbau zu neuen Ehren, als erstes Brunnenmuseum des Westallgäus eingeweiht wurde.

Seit über 500 Jahren sprudelt in Bad Siebers eine Bade-, Heil- und Trinkquelle. Besitzer des Bades waren nach dem Rittergeschlecht derer zu Altenburg unter anderem Erzherzog Leopold von Österreich und das Kloster Weingarten. Mehrmals wechselte sie die Besitzer, ehe 1923 die Familie Ambos die Quelle kaufte und Johanna Quelle nannte. 1936 erwarb die Familie Zinth eine Hälfte der Quelle. Lange Zeit floss hier das köstliche Nass in die Flaschen beider Betriebe. Bis heute ist das Wasser der Siebers-Quelle ein beliebtes Getränk im Westallgäu.


Altes Brunnenhaus Siebers

Das jetzt zum Museum erhobene Gebäude wurde 1963 gebaut, seit 1988 wird hier kein Wasser mehr geschöpft. Die Fassung ist durch zwei neue ersetzt worden. Das alte Brunnenhäuschen fällt durch ein schmuckes Erscheinungsbild auf: Künstlerisch gestaltete Glasfenster, ein schönes Kupferdach und die runde Form geben ihm das Aussehen eines kleinen Tempels. „Die Besitzer wollten damit den guten Ruf des Wassers gerecht werden“.

Mit seiner Idee ein Museum zu schaffen stieß Herr Anton Zinth bei Mitbesitzer Herrn Helmut Ambos auf offene Ohren. Als Architekt plante Herr Ambos unter anderem Industriemuseen. „Dies sei jedoch die kleinste Ausstellung, die er je gemacht habe.“

Das Brunnenhaus wurde in ein echtes Kleinod umgestaltet, indem eine Glastüre eingebaut, durch die neben der mit Mosaik verkleideten Brunnenstube auch die schönen Fenster sichtbar werden. Von außen sind sie kaum zu erkennen. Von innen kommt durch einfallendes Licht die farbige Ornamentik zur Geltung. An den Wänden sind Regalnischen angebracht, in denen historische Stücke wie alte Flaschen und Etiketten ausgestellt werden, dazu alte Fotos und Werbetafeln.

Das Brunnenmuseum in Siebers ist eingebettet in das Leader-Projekt „Westallgäuer Wasserwege“. Entsprechend wird die Hälfte der etwa 15.000 Euro teuren Umgestaltung mit EU-Mitteln finanziert, die andere Hälfte tragen die beiden Besitzer. Helmut Ambros freilich sieht im aufgewerteten Brunnenhäuschen mehr als eine Attraktion am Wanderweg zwischen Weiler, Siebers, Thal und Sulzberg: „Es dokumentiert  auch die historische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des Bades Siebers.“

Von Ingrid Grohe

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